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Rendite-Rechner: Was deine Aktienposition nach Gebühren und Steuer wirklich bringt

Die Rendite einer Aktienposition ist der Gewinn geteilt durch den Einsatz: (Erlös − Einsatz + Dividenden) / Einsatz, wobei Kauf- und Verkaufsgebühren im Einsatz beziehungsweise Erlös stecken. Wer 20.000 Aktien zu 0,05 EUR kauft und zu 0,07 EUR verkauft, macht bei je 10 EUR Gebühren 380 EUR Gewinn, 37,6 % Rendite, nach Steuer 27,7 %. Der Rechner liefert zusätzlich die Rendite pro Jahr (CAGR) und den Break-even-Kurs, ab dem die Gebühren gedeckt sind.

Rendite-Rechner für Aktien

Gewinn, Gesamtrendite, Rendite pro Jahr (CAGR), Steuer und Break-even-Kurs. Ergebnis aktualisiert sich beim Tippen.

Vereinfacht

Dezimalwerte erlaubt, 0,5 = ein halbes Jahr.

Brutto, also vor Steuerabzug. Penny Stocks zahlen in aller Regel keine Dividende, das Feld bleibt dann 0.

Gewinn / Verlust vor Steuer

–

Gesamtrendite

–

bezogen auf den Einsatz inkl. Kaufgebühr

Rendite pro Jahr (CAGR)

–

Rendite nach Steuer

–

Break-even-Kurs

–

Gebührenanteil am Einsatz

–

Steuer vereinfacht mit 26,375 % (25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag, Stand 2026) nur auf einen positiven Gewinn inklusive Dividenden. Sparerpauschbetrag (1.000 EUR pro Jahr), Kirchensteuer, Verlustverrechnung und Quellensteuer auf ausländische Dividenden bleiben unberücksichtigt. Keine Anlageberatung.

Wie rechnet der Rendite-Rechner?

Alle Größen leiten sich aus Einsatz und Erlös ab. Gebühren gehören dabei auf beide Seiten:

Einsatz = Kaufkurs · Stückzahl + Kaufgebühr
Erlös = Verkaufskurs · Stückzahl − Verkaufsgebühr
Gewinn = Erlös − Einsatz + Dividenden
Gesamtrendite = Gewinn / Einsatz

Die annualisierte Rendite (CAGR, Compound Annual Growth Rate) rechnet die Gesamtrendite auf ein Jahr um, und zwar geometrisch, also mit Zinseszinslogik. Nur so lassen sich Positionen mit unterschiedlicher Haltedauer vergleichen:

CAGR = ((Erlös + Dividenden) / Einsatz)1 / Jahre − 1

60 % Gesamtrendite in drei Jahren sind 17 % pro Jahr, nicht 20 %, weil die Gewinne der ersten Jahre in den folgenden mitverzinst gedacht werden. Bei Haltedauern unter einem Jahr rechnet die Formel hoch: 10 % in drei Monaten werden zu 46 % pro Jahr. Das ist rechnerisch korrekt, aber als Vergleichswert nur mit Vorsicht zu gebrauchen, weil niemand vier solche Trades in Folge garantiert.

Die Rendite nach Steuer zieht 26,375 % von einem positiven Gewinn ab (25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, Stand 2026). Der Break-even-Kurs ist der Verkaufskurs, bei dem du nach allen Gebühren genau bei null landest: (Einsatz + Verkaufsgebühr) / Stückzahl.

Beispiel: 1.000 EUR in eine 0,05-EUR-Aktie

Die Voreinstellung des Rechners ist ein typischer Pennystock-Fall:

  • Kauf: 20.000 Stück zu 0,05 EUR = 1.000 EUR, plus 10 EUR Gebühr = Einsatz 1.010 EUR
  • Verkauf: 20.000 Stück zu 0,07 EUR = 1.400 EUR, minus 10 EUR Gebühr = Erlös 1.390 EUR
  • Gewinn: 1.390 − 1.010 = 380 EUR, Gesamtrendite 380 / 1.010 = 37,62 %
  • Steuer: 380 · 0,26375 = 100,23 EUR, Gewinn nach Steuer 279,78 EUR = 27,70 %
  • Break-even: (1.010 + 10) / 20.000 = 0,051 EUR, also 2 % über dem Kaufkurs

Jetzt dieselbe Aktie mit nur 100 EUR Einsatz: 2.000 Stück zu 0,05 EUR plus 10 EUR Gebühr. Der Break-even liegt bei (110 + 10) / 2.000 = 0,06 EUR, das sind 20 % über dem Kaufkurs. Die Aktie muss also erst um ein Fünftel steigen, bevor du überhaupt bei null bist. Bei 0,07 EUR bleiben 20 EUR Gewinn, 18 % statt 38 %. Die Gebühren fressen bei kleinen Positionen den Großteil der Rendite, nicht der Kurs.

Warum Spread und Gebühren bei Penny Stocks den Ausschlag geben

Bei einer Aktie für 50 EUR fallen 10 EUR Ordergebühr kaum ins Gewicht. Bei einem Kurs von 0,05 EUR sieht die Rechnung anders aus, und zwar aus zwei Gründen. Erstens: Feste Gebühren wirken relativ zur Positionsgröße, nicht zum Kurs. Wer nur 100 oder 200 EUR einsetzt, zahlt bei 10 EUR pro Order schnell 10 bis 20 % des Einsatzes an den Broker. Zweitens: Der Spread zwischen Geld- und Briefkurs ist bei Microcaps deutlich breiter als bei Standardwerten. Steht die Aktie 0,05 zu 0,06, kaufst du zu 0,06 und könntest sofort nur zu 0,05 verkaufen, ein Abschlag von rund 17 %, bevor eine einzige Gebühr angefallen ist.

Der Rechner bildet den Spread nicht als eigenes Feld ab, du kannst ihn aber sauber erfassen: Trage als Kaufkurs den tatsächlich gezahlten Briefkurs ein und als Verkaufskurs den Geldkurs, zu dem du wirklich verkaufen kannst. Dann steht der Spread automatisch im Ergebnis. Wer stattdessen mit dem "letzten Kurs" aus der Kursliste rechnet, überschätzt seine Rendite bei illiquiden Werten systematisch. Wie du beim Verkauf Limit-Orders einsetzt, damit der Erlös nicht unter dem kalkulierten Kurs landet, steht im Artikel über das richtige Verkaufen von Microcap-Aktien.

Typische Werte: Break-even nach Gebühren

Je 10 EUR Gebühr für Kauf und Verkauf, ohne Spread und Dividenden:

Einsatz Kaufkurs Gebührenanteil Break-even-Kurs Nötiger Anstieg
100 EUR0,05 EUR18,2 %0,0600 EUR+20,0 %
250 EUR0,05 EUR7,7 %0,0540 EUR+8,0 %
500 EUR0,05 EUR3,9 %0,0520 EUR+4,0 %
1.000 EUR0,05 EUR2,0 %0,0510 EUR+2,0 %
2.500 EUR0,05 EUR0,8 %0,0504 EUR+0,8 %
1.000 EUR50,00 EUR2,0 %51,00 EUR+2,0 %

Der Kurs selbst spielt für den Gebührenanteil keine Rolle, nur die Positionsgröße. Bei Penny Stocks kommt aber der breite Spread obendrauf, der bei einer 50-EUR-Aktie meist unter 0,5 % liegt und bei einer 0,05-EUR-Aktie leicht 10 bis 20 % beträgt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gesamtrendite und CAGR?

Die Gesamtrendite bezieht sich auf die ganze Haltedauer, egal ob drei Wochen oder zehn Jahre. Der CAGR rechnet sie auf ein Jahr um. 50 % in fünf Jahren sind ein CAGR von 8,4 %, 50 % in einem halben Jahr sind rechnerisch 125 % pro Jahr.

Wie gebe ich den Spread ein?

Über die Kurse: Kaufkurs = Briefkurs (Ask), zu dem du tatsächlich gekauft hast, Verkaufskurs = Geldkurs (Bid), zu dem du tatsächlich verkaufen kannst. Der Rechner braucht dafür kein eigenes Feld.

Werden Dividenden versteuert?

Ja, in Deutschland mit demselben Satz von 26,375 % wie Kursgewinne. Der Rechner behandelt Dividenden deshalb als Teil des Gewinns. Bei ausländischen Aktien kann zusätzlich Quellensteuer anfallen, die je nach Land nur teilweise anrechenbar ist. Das bildet der Rechner nicht ab.

Was ist mit dem Sparerpauschbetrag?

Pro Person und Jahr bleiben 1.000 EUR Kapitalerträge steuerfrei (2.000 EUR bei Zusammenveranlagung, § 20 Abs. 9 EStG, Stand 2026), sofern ein Freistellungsauftrag vorliegt. Der Rechner ignoriert ihn bewusst, weil er meist schon durch andere Erträge aufgebraucht ist. Bei kleinen Gewinnen fällt die tatsächliche Steuer also niedriger aus als angezeigt.

Was passiert bei einem Verlust?

Dann zeigt der Rechner einen negativen Gewinn und keine Steuer. Realisierte Aktienverluste landen beim deutschen Broker in einem Verlustverrechnungstopf und werden mit späteren Aktiengewinnen verrechnet. Auch das ist im Rechner nicht enthalten.

Warum ist der Break-even-Kurs höher als der Kaufkurs?

Weil Kauf- und Verkaufsgebühr erst wieder verdient werden müssen. Je kleiner die Position, desto größer der nötige Kursanstieg bis zur Nulllinie. Bei 100 EUR Einsatz und je 10 EUR Gebühren sind es 20 %.

Grenzen der Berechnung

  • Steuer pauschal mit 26,375 % ohne Sparerpauschbetrag, Kirchensteuer, Verlusttöpfe und Quellensteuer.
  • Dividenden werden als eine Summe am Ende der Haltedauer behandelt, nicht mit ihrem tatsächlichen Zahlungszeitpunkt.
  • Teilverkäufe, Nachkäufe und Währungseffekte bei US-Aktien (USD/EUR) sind nicht abgebildet.
  • Die Haltedauer bei Datumsangabe wird mit 365,25 Tagen pro Jahr umgerechnet.
  • Der CAGR bei Haltedauern unter einem Jahr ist eine Hochrechnung, keine erzielte Jahresrendite.

Wenn du wissen willst, was regelmäßiges Sparen mit einer angenommenen Jahresrendite über Jahrzehnte ergibt, nimm den Zinseszinsrechner. Er rechnet mit Sparrate, Laufzeit und Zinssatz statt mit einer einzelnen Position.

Quellen

  • Einkünfte aus Kapitalvermögen: § 20 EStG; Abgeltungsteuer 25 %: § 32d EStG; Kapitalertragsteuer und Verlustverrechnung: § 43, § 43a EStG, § 20 Abs. 6 EStG.
  • Sparerpauschbetrag: § 20 Abs. 9 EStG (1.000 EUR / 2.000 EUR, Stand 2026).
  • Solidaritätszuschlag 5,5 %: § 4 Solidaritätszuschlaggesetz 1995.
  • CAGR und geometrische Rendite: Standardliteratur zur Investitionsrechnung, z. B. Kruschwitz/Lorenz, "Investitionsrechnung", De Gruyter.

Risikohinweis: Dieser Rechner dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Die Ergebnisse beruhen auf deinen Eingaben und einer vereinfachten Steuerlogik. Vergangene Kursgewinne sind kein Indikator für künftige Erträge; bei Penny Stocks ist ein Totalverlust möglich.